Eiserner Rhein

Die Regionalgruppe Düsseldorf beschäftigt sich auch mit dem Güterverkehr auf der Schiene, insbesondere mit der Eisenbahnstrecke „Eiserner Rhein“ vom Duisburger Hafen zum Hafen von Antwerpen.

Inhalte dazu folgen.

Ansprechpartner bei Fragen:

Rolf Behrens, Tel.: 0211/30200515, Email: rolf.behrens@bund.net

Was ist eigentlich der Eiserne Rhein?

Die Geschichte

1879 wird eine Eisenbahnstrecke vom belgischen Hafen Antwerpen bis nach Mönchengladbach gebaut. Diese Bahnstrecke nannte man den Eisernen Rhein. Wenn heute vom Eisernen Rhein die Rede ist, spricht man allerdings von einer Strecke bis nach Duisburg ins Ruhrgebiet. Die Bahnstrecke war bis 1991 als Güterverkehrsstrecke in Betrieb, wurde von der Bahn aber wegen Unwirtschaftlichkeit dann nicht weiter genutzt. Zur Zeit gibt es eine Personenverkehrsverbindung von Mönchengladbach nach Dalheim. Auch die Züge, die auf dem Wildenrather Testgelände von der Fa. Siemens getestet werden, benutzen die Strecke, ebenso Militärtransporte.

Die Planung

Da das Güteraufkommen im Hafen Antwerpen stark gestiegen ist und weiter steigt, werden mehr Transporte in Richtung Ruhrgebiet stattfinden. Diese Transporte sollen nicht auf der Straße, sondern auf der Schiene stattfinden. Zu diesem Zweck ist geplant, die historische Trasse des Eisernen Rheins vorerst wieder provisorisch zu nutzen, um anfangs etwa 30 Güterzüge pro Tag in beide Richtungen fahren zu lassen (Bundesverkehrsministerium, 19.5.2000). Ein weiterer Ausbau wäre möglich.

Unsere Kritik

Die historische Trasse des Eisernen Rheins führt in den Niederlanden durch ein Naturschutzgebiet der höchsten europäischen Schutzstufe.

Die historische Trasse führt mitten durch Innenstädte und teilt Rheindahlen.

Die historische Trasse ist nicht in der Lage, genug Güterverkehr aufzunehmen, um wirklich einen Verlagerungseffekt von der Straße auf die Schiene zu erreichen.

Selbst wenn die Strecke nur provisorisch wieder befahren wird, gibt es keine Regelung, die die Anzahl der zugelassenen Züge beschränkt.

Auf der historischen Trasse kommen auch die Gefahrgüter wieder mitten in die Stadt.

Durch die nah am Gleiskörper liegende Bebauung ist Lärmschutz in Rheindahlen schwierig und es besteht keinerlei Anrecht auf Lärmschutz für die Bevölkerung.

Der Zustand der historischen Trasse ist nach unserer Meinung desolat. Sie wird deshalb auch als provisorische Nutzung von uns abgelehnt.

Für die politisch gewollte Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene halten wir die historische Trasse für denkbar ungeeignet.

Unser Vorschlag

Der BUND und der Arbeitskreis Eiserner Rhein unterstützen die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene. Eine Verlagerung bedeutet, daß täglich etwa 100 Züge mit ausreichender Geschwindigkeit von Antwerpen ins Ruhrgebiet rollen. Diese Leistung kann die historische Trasse definitiv nicht erbringen.

Daher fordern wir eine Untersuchung zur Feststellung der besten Trassenführung für den Güterverkehr von Antwerpen ins Ruhrgebiet. Die "beste Trasse" ist die, die leistungsfähig und modern ist, möglichst siedlungsfern geführt wird und eine echte Lösung des zunehmenden Verkehrsaufkommens für die nächsten 50 Jahre darstellt. Eine derartige Trasse könnte eventuell entlang der Autobahn A40/A67 von Duisburg nach Venlo verlaufen.

Weiter fordern wir bis zur endgültigen Lösung den Güterverkehr auf bereits bestehende und befahrene Strecken zu verteilen, die unserer Meinung nach für den Güterverkehr erheblich besser geeignet sind.

Wer wir sind: Der Arbeitskreis Eiserner Rhein im Stadtverband Rheindahlen des BUND Mönchengladbach besteht seit Juni 2000. Hier sind Bürgerinnen und Bürger aus Rheindahlen, aber auch aus anderen Stadtteilen aktiv, damit nicht am grünen Tisch über die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort hinweggeplant wird.

Der Arbeitskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, Daten und Fakten über das Vorhaben und den Planungsstand zu sammeln, Politikern und Planern Alternativen aufzuzeigen und die Bürger in Rheindahlen zu informieren.

Unsere Arbeit umfaßt neben dem aufmerksamen Studium aller Veröffentlichungen zum Thema in Presse, Rundfunk und Fernsehen auch Gespräche mit Fachleuten zur geologischen Eignung der Bahntrassen, zu technischen und rechtlichen Vorschriften und Gesetzen bezüglich Güterverkehr und Lärm. Gelegentlich müssen wir Publikationen zu diversen Themenkreisen kaufen, um sachlich fundiert argumentieren zu können.

Für all diese Aufgaben benötigen wir Ihre Unterstützung! Geben Sie Informationen weiter, die Sie vielleicht privat erfahren, stellen Sie uns Ihr Fachwissen zur Verfügung und/ oder unterstützen Sie unsere Arbeit finanziell.

Anmerkung: Der Arbeitskreis Eiserner Rhein ist zur Zeit nicht aktiv.



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