Atommüll-Transporte stoppen!

06. Oktober 2025

Planlos, überflüssig und gefährlich!

 (Julia Stratmann/BUND NRW)

Am 4. Oktober demonstrierten mehr als 500 Atomkraftgegner*innen bei zum Teil heftigen Regen in der Ahauser Innenstadt gegen die geplanten Transporte von 152 Castor-Behältern mit dem hochradioaktivem Atommüll des Forschungszentrums Jülich ins Zwischenlager Ahaus. Dazu hatten über 40 Organisationen, darunter auch der BUND, aufgerufen.
Kerstin Ciesla, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW, betonte in ihrer Rede: „Die NRW-Landesregierung muss die Vorbereitungen der Polizei für die Castor-Transporte nach Ahaus stoppen! Es dürfen keine Fakten geschaffen werden, solange noch vor Gericht verhandelt wird! Die jüngsten hybriden Bedrohungen mit Drohnen zeigen, dass ein Schutz von riesigen Castor-Konvois auf den Autobahnen nicht zu gewährleisten ist.“

Mit über 150 Autobahn-Transporten von hochradioaktivem Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich und dem Forschungsreaktor Garching bei München ins Zwischenlager Ahaus droht ab Mitte Oktober die größte Castor-Transportserie in der Geschichte der Bundesrepublik. 152 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll sollen dann von Jülich nach Ahaus rollen – quer durch NRW, über marode Autobahnen, begleitet von massiver Polizeipräsenz und mitten durch dicht besiedelte Regionen.

Der Transport bietet keinen Sicherheitsgewinn. Die Endlagerfrage ist ungelöst!

Unter allen genehmigten Zwischenlagern in Deutschland ist Ahaus (neben Gorleben) das mit den niedrigsten Sicherheitsstandards. Die Leichtbauhalle des Zwischenlagers Ahaus bietet weder Schutz vor Umweltkatastrophen noch vor terroristischen Bedrohungen. Zum Vergleich: Am Castor-Standort Lubmin ist ein Zwischenlager-Neubau mit 1,8m dicken Stahlbeton-Wänden und -Decken geplant! 2036 läuft die Genehmigung für das Zwischenlager Ahaus aus - eine simple Verlängerung ist nicht hinnehmbar. Eine langfristige Lösung? Fehlanzeige.

Seit Jahren gibt es keine tragfähige Entsorgungsperspektive für den Atommüll in Jülich. Statt Sicherheit vor Ort zu schaffen, verschiebt die Politik das Problem lediglich auf fahrlässige Weise. 

Der BUND hat gegen die Transportgenehmigung geklagt – und protestiert auch auf der Straße!
Der Atommüll muss in Jülich bleiben – bis dort eine neue, sichere Lagerhalle gebaut ist.
Die gefährlichen Transporte nach Ahaus müssen gestoppt werden!


mehr Infos auf bund-nrw.de/themen/atomkraft/

 

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