Seit Jahren schwebt er wie ein dunkler Schatten über der Region: der Transport von mehr als 150 Castor-Behältern voller hochradioaktivem Atommüll aus Jülich nach Ahaus. Doch nun werden die abstrakten Pläne zur konkreten Gefahr: Denn seit Ende August liegen die Transportgenehmigungen vor – für die Castoren aus Jülich mit Anordnung der sofortigen Vollziehung.
Dabei bringt der Transport über marode Straßen quer durch dicht besiedelte Regionen keinen Sicherheitsgewinn, im Gegenteil. Aktuell scheint es noch nicht mal ein ganzheitlich abgestimmtes Strahlenschutzkonzept zu geben, wie es von den Polizeigewerkschaften in NRW eindringlich gefordert wird.
Deshalb legte der BUND unmittelbar nach der Bescheidserteilung Widerspruch ein und beantragte die Aussetzung des Sofortvollzugs. Nachdem das BASE diesen Antrag ablehnte, reichten wir einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Berlin ein und konnten so verhindern, dass die Castortransporte schon im November rollen. Mittlerweile liegen dem BUND 22 000 Seiten Verfahrensunterlagen vor. Die vielen Schwärzungen darin erschweren eine umfangreiche Stellungnahme aber erheblich.
Doch wir bleiben dabei: Es gibt keinen Grund für den Sofortvollzug. Stattdessen braucht es sichere, moderne Zwischenlager vor Ort. Deshalb ruft der BUND zusammen mit Anti-Atom-Initiativen erneut dazu auf, gegen die geplanten Castortransporte auf die Straße zu gehen:
- am Sonntag, 14. Dezember, gibt es den traditionellen Sonntagsspaziergang in Ahaus.
- Beginn ist um 14 Uhr am Zwischenlager (Ammeln 59).
- Um 13.45 Uhr fährt außerdem ein kostenloser Shuttle vom Bahnhof in Ahaus zum Zwischenlager und nach der Demo wieder zurück.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Sonntagsspaziergang groß wird. Lasst uns als BUND sichtbar werden und öffentlich Druck machen! Wir freuen uns, wenn Ihr Euch mit uns und unseren BUND-Bannern beim Spaziergang einreiht.
Weitere Infos gibt es online unter www.bund-nrw.de/castor-alarm.